Zahnersatz nach Parodontitis
Erst das Zahnfleisch, dann der Ersatz – in dieser Reihenfolge, immer.
Parodontitis ist die häufigste Ursache für Zahnverlust im Erwachsenenalter. Wer deshalb Zähne verliert, braucht Zahnersatz – und genau hier ist die Reihenfolge entscheidend.
Warum zuerst behandelt wird
Auf entzündetem Zahnfleisch hält keine Versorgung dauerhaft. Pfeilerzähne mit tiefen Taschen lockern sich weiter, und Implantate in einem bakteriell belasteten Mund entwickeln häufiger eine Periimplantitis.
Was danach möglich ist
Nach ausgeheilter Parodontitis ist vieles möglich – mit einer Einschränkung: Der Knochen ist zurückgegangen, die Zähne stehen länger da. Kronenränder liegen dann tiefer, und die Pflege wird anspruchsvoller.
Lebenslange Nachsorge
Eine behandelte Parodontitis ist nicht geheilt, sondern zum Stillstand gebracht. Ohne regelmäßige Nachsorge kommt sie wieder – und nimmt den Zahnersatz mit. Zur Erkrankung selbst: Parodontologie-Berater.